Brandmeldeanlage einbauen

Das Installieren einer Brandanlage in Gebäuden ist ein wesentlicher Faktor im Bereich der Sicherheitsvorkehrungen und sollte wenn möglich von einem Fachmann ausgeführt werden. Bei inkorrektem Einbau und Installation einer Anlage kann es versicherungstechnisch einige Probleme geben. Im schlimmsten Szenario von Todesfällen bei einem Gebäudebrand kann es sogar zu hohen Haftstrafen kommen, falls der Techniker oder Hobbyhandwerker fahrlässig gehandelt hat.

Auswahl der Gerätetypen

Zuerst sollte man eine Brandanlage auswählen, die dem jeweiligen Gebäudetyp entspricht. Zum einen gibt es Brandmelder mit externer Stromversorgung, Brandmelder mit Batterie, Funk-Brandmelder sowie Brandmelder für den gewerblichen Betrieb. Bei einer Neuinstallation ist ein Brandmelder mit externer Stromversorgung zu berücksichtigen, da bei diesen Modellen kein Wechsel der Batterie notwendig ist. Er wird in der Regel mit einer Spannung von 230 V betrieben und ist besticht durch eine hohe Dauerhaftigkeit und Zuverlässigkeit, wenn der Ernstfall eines Gebäudebrandes eintreten sollte. Des Weiteren sind Brandmelder mit externer Stromversorgung wenig wartungsanfällig und geben bei Feuerrausch ein lautes Alarmsignal ab, sodass man rechtzeitig gewarnt wird.

Vorschriften bezüglich der Montage

Brandmelder in Räumen sollten immer an die Zimmerdecke montiert werden, da sich der Rauch in  die obere Richtung am schnellsten verbreitet und der Feuermelder frühstmöglich Alarm gibt. Es sollte ein Mindestabstand von 50 cm zu einem eventuell vorhandenen Unterzug oder von Einrichtungsgegenständen eingehalten werden. Er ist zudem möglichst in der Mitte des Raumes anzubringen. Die DIN 14676 legt hinsichtlich der Montage einer Brandanlage fest, dass die Rauchmelder dauerhaft an der Decke zu befestigen sind und dabei die Festigkeit des Montageuntergrundes zu berücksichtigen ist. Des Weiteren ist die Montageanleitung des Herstellers ist zu beachten und wenn möglich in exakt vorgeschriebenen Schritten zu vollziehen. In der Regel wird ein Rauchmelder mit zwei Schrauben an der vorgesehenen Stelle befestigt und mit der einer Hauptanlage im Gebäudekomplex verbunden. Die Kommunikation zwischen Melder und Anlage wird durch den Funkstandard ermöglicht, sodass die beiden Geräte kabelfrei miteinander verbunden sind.

Materialunterschiede bei der Anbringung

Der Montagegrund ist richtungsweisend für die Produktauswahl der Schrauben, Dübel oder Kleber. Bei dem Werkstoff Beton sollten Universaldübel mit der Länge 5 mm oder Halbrundkopf - Kreuzschlitzschrauben mit 3,5 mm verarbeitet werden. Bei Gipskarton empfiehlt es sich Hohlraumdübel mit 6 mm zu verwenden. Eine Brandanlage darf für den Aufbau und Betrieb laut DIN 14675 baurechtlichen und feuerwehrspezifischen Anforderungen entsprechend der Planung, Montage, Abnahme und Instandhaltung einer Brandmeldeanlage nur von zertifizierten Firmen vorgenommen werden. Außerdem müssen die einzelnen Aufschaltbedingungen für Brandmeldeanlagen beachtet werden, die in Deutschland von den einzelnen Landkreisen veröffentlicht werden. Eine Brandanlage muss mit der zugehörigen Feuerwehrstation technisch verbunden werden, sodass die Anlage das Notfallsignal an die entsprechende Dienststelle schickt. Erst daraufhin kann die Feuerwehr zum Einsatz kommen und den jeweiligen Brand bekämpfen. Diese Regeln und Normen sind zwingend einzuhalten und können über Leben und Tod entscheiden.

Foto: © Zerbor - Fotolia.com

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