Rasen anlegen und pflegen

Der Rasen spielt im Garten eine große Rolle. Vielen ist dies nicht bewusst. Da sie den Rasen als Selbstverständlichkeit ansehen. Das ist aber nicht der Fall. Würde man sich den Garten ohne Rasen vorstellen, so wäre er kaum so grün wie mit einem Rasen. Steine, Schotter, Sand oder Kies würden sich statt des satten Grüns breit machen. Es gibt Menschen, die bewusst auf einen Rasen im Garten verzichten, um dem Rasenmähen aus dem Weg zu gehen. Jene bepflanzen ihre Gartenfläche in diesem Fall lieber mit Blumen oder pflaster die Fläche aus.

Der eigene Garten als Rückzugsort

Viele Menschen hegen den Traum, einen eigenen Garten zu besitzen. Der eigene Garten bringt ein großes Stück Freiheit in das Leben. Sich einfach nach der Arbeit mit einem Glas Bier oder einem schönen Glas Wein in den Garten zu setzen und den Feierabend genießen, das finden viele Menschen unersetzbar und würden vieles tun, um sich diesen Traum zu erfüllen. Dabei muss der Traum vom eigenen Garten gar nicht so weit entfernt sein. Man braucht nur Grundfläche, die man entsprechend umbauen kann. Wenn man beispielsweise ein Haus baut, so kann man von vornherein die Fläche für einen Garten einplanen und hat daher von vornherein kein Problem. Wer hingegen ein Haus besitzt, welches sich an einem Grundstück befindet, wo man nur Erde und Schutt findet, so muss man entsprechend den Garten selbst planen und bauen. Das hört sich zunächst schwieriger an, als es ist. Wenn man ein gutes Stück Grund besitzt, so kann man ganz einfach den eigenen Garten errichten. Der Rasen ist wohl das Element im Garten, dass die Gartenbesitzer am meisten in Anspruch nimmt. Denn unweigerlich muss der Rasen alle paar Wochen gemäht werden. Drohen Trockenperioden, so will der Rasen gegossen werden. Und wer es mit der Rasenpflege ernst nimmt, der düngt seinen Rasen und entfernt das Unkraut mit einem Rasenrechen oder gar einem Vertikulierer. 

Beim Rasen gibt es unterschiedliche Rasensorten. So kennt man aus dem Handel den Spiel und Sportrasen. Wer ein schattiges Fleckchen mit Rasen begrühnen will, der greift zu einem Schattenrasen. Und wer einen stilvollen Rasen haben möchte, der säht einen Zierrasen. Die Wahl des Rasens ist nicht ganz unbedeutend. Allerdings sollte man stets im Auge behalten, dass jede Rasenart der Pflege bedarf. Mit Sicherheit braucht der Zierrasen mehr Pflege als der Sportrasen. Daher ist vor dem Kauf des Rasens dieses Kriterium zu beachten.

Die Blumenwiese als Rasen

Wer seinen Rasen nicht ständig mähen möchte und pflanzlich zurück zur Natur möchte, der sollte sich die Entscheidung zu einer Blumenwiese überlegen. Eine Blumenwiese bringt Ihnen die Naturnähe in den Garten. Viel Insekten werden von einer bunten Blumenwiese angelockt. Eine Blumenwiese findet man oft in Bauerngärten mit viel Freifläche. Blumenwiesen sind meinstens kunterbunt durchgemischt. Darin sind Kornblumen, Mohnblumen, Klee, Akelei und andere wild wachsende Blumen enthalten. Eine Blumenwiese hat zudem den Vorteil, dass sie nicht gemäht werden braucht. Allerdings ist es ratsam die Entscheidung zu einer Blumenwiese mit den direkt angrenzenden Nachbarn abzuwägen. Denn so schön die Blumenwiese auch ist - sie kann sich zur Nachbarsseite hin vergrößeren. Und wenn die Nachbarn keine Freunde einer Blumenwiese sind, so kann es zu Komplikationen führen. Auch an den angelockten Insketen können sich benachbarte Anwohner stören. Wer den Schritt zur Blumenwiese jedoch wagt, der kann sich im Frühjahr und Sommer auf ein blühendes Spektakel freuen.

So wird der Rasen angelegt

Wie geht man dabei am besten vor? Zunächst muss man schauen, dass die Erde auf der man den Rasen legt, über ausreichend Nährstoffe verfügt. Wenn dies nicht der Fall ist, weshalb auf dem Stück Erde keine Pflanzen gedeihen können, so muss man den Boden erst mal ausreichend nähren, damit man ihn im Anschluss bepflanzen kann. Jetzt bekommt man im Fachhandel entsprechende Präparate, mithilfe derer man den Mutterboden wieder aufpeppen kann. Zusätzlich ist jetzt so einen Rechen notwendig, mit dem man die Erde aufgelockert, wodurch sie wieder über Sauerstoff verfügen können.

Was beim Rasenanlegen zu beachten bleibt

Dann wartet man 2-3 Wochen und der Boden ist bereit dazu, mit Rasen bedeckt zu werden. Hierzu bietet sich am besten Rollrasen an, den man im Baumarkt günstig erwerben kann. Wenn die Rolle Rasen ausgelegt wurde, so braucht er einige Tage, bis er sich gelegt hat und betreten werden kann. Erst dann können die weiteren Arbeiten vonstattengehen. Achtung - vor der Verlegung des Rasens, sollte man bereits die Flächen aussparen, welche man anderweitig bepflanzen möchte. So sollte ein Rand von ca. 1 Meter um den Garten herum freigelassen werden, damit man entsprechend eine Hecke pflanzen kann. Alle weiteren Dinge sind Geschmackssache und können individuell bepflanzt werden. Ob Bäume, Sträucher oder vielleicht sogar ein Gemüsebeet - hier sind keine Grenzen gesetzt. Damit der eigene Garten noch nicht im Chaos endet, sollte man sich vorher jedoch entsprechend einen Plan machen.

Die richtige Rasenpflege zu finden ist oft gar nicht so leicht. Was gehört zu einer richtigen Rasenpflege? Zum einen ist natürlich das regelmäßige Rasenmähen das A und O einer ausgewogenen Rasenpflege. Mähen Sie regelmäßig den Rasen. Ein Rasen, der nicht oft genug gemäht wird, kann verwildern. Zum einen bekommt das Unkraut eine Chance, wenn nicht oft genug gemäht wird, zum anderen lichtet sich der Rasenwuchs. Der Rasen wird starr und das Gras verliert seine weiche Beschaffenheit. Ein weiteres Element der Rasenpflege ist natürlich das Wässern während Trockenperioden. Sollte der Regen länger ausbleiben, kommt man um das Wässern des Rasens nicht herum. Ansonsten kann man mit ausgetrockneten Stellen im Rasen rechnen, welche allerdings für gewöhnlich nachwachsen. Auch das Vertikultieren gehört zur Rasenpflege. Dieses ist ein bis zwei mal im Jahr durchzuführen. Diese Art der Rasenpflege sorgt dafür, dass der Rasen belüftet und von Moos oder Klee  befreit wird. Bei dieser Gelegenheit sollte man auch auf einen Rasendünger bei der Rasenpflege nicht verzichten. Denn dieser sorgt dafür, dass der Rasen speziell nach den langen Wintermonaten wieder zu kräften kommt.

Den Rasen zu mähen ist in Deutschland fast pflicht. Man kann es sich nicht vorstellen, aber es gibt Länder, in denen der Rasen nicht allwöchentlich vom Rasenmäher befahren wird. Beim Rasenmäher unterscheidet man grundsätzlich zwischen zwei verschiedenen Arten. Es gibt den Elektro Rasenmäher. Dieser Rasenmäher braucht, wie der Name schon sagt Strom zum Betrieb. Gewöhnlich ist kein langes Kabel beim Kauf des Rasenmähers vorhanden. Dieses muss separat gekauft werden. Achten Sie beim Kauf des Stromkabels auf eine ausreichende Länge, da Sie sich ansonsten beim Rasenmähen schwer tun werden. Elektro Rasenmäher sind leicht gängig und für kleine Flächen bestens geeignet. Die Schnittbreite bei Elektro Rasenmähern ist recht unterschiedlich, die billigsten Geräte haben eine Schnittbreite unter 40 cm und sind unter hundert Euro zu haben. Achten Sie beim Kauf eines Rasenmähers darauf, dass er nicht zu klein ist, da Sie ansonsten mehr Laufarbeit beim Rasenmähen aufwenden müssen.

Neben dem elektrischen Rasenmäher gibt es noch den Benzinrasenmäher. Dieser Rasenmäher wird wie der Name besagt mit Benzin angetrieben. Ein Benzinrasenmäher hat den Vorteil, dass man nicht an ein Kabel gebunden ist. Allerdings ist er deutlich schwerer. Hat man schwer zugängliche Stellen, so kann es ein großer Kraftakt sein, den Rasenmäher in entsprechende Position zu bringen. Benzinrasenmäher eignen sich bestens für größere Gärten, mit weiten geraden Flächen. Wem der Benzinrasenmäher zu schwer zu schieben ist, der kann auf einen Rasenmäher mit Radantrieb zurückgreifen. Diese sind zwar etwas teurer, fahren jedoch fast von selber. Wie oft der Rasen gemäht werden muss, hängt natürlich vom Rasen selber ab. Ein gut versorgter Rasen wächst natürlich schneller und üppiger als ein ungedüngter Rasen, der nach Nährstoffen schreit. In der Regel sollte alle ein bis drei Wochen der Rasen gemäht werden. Je öfter der Rasen gemäht wird, desto dichter wird er!

Ein Rasentrimmer wird in der Rasenpflege nahezu unentbehrlich. Speziell an schwer zugängliche Stellen kann auf den Rasentrimmer kaum verzichtet werden. Denn der Rasentrimmer sorgt dafür, dass an Kanten und an Stellen, an denen der Rasenmäher keine Chance hat eine saubere Fläche entsteht. Möchte man saubere Rasenkanten, so ist ein Rasentrimmer unentbehrlich. Rasentrimmer zeichnen sich dadurch ein rotierendes Nylonband aus, welches sich so schnell bewegt, dass es in der Lage ist sogar dickere Gräser zu stutzen. Leider ist dieses Nylonband am Rasentrimmer nicht sehr langlebig. Kommt man damit an Steine und kantige Stellen, so hat es die Eigenschaft schnell abzubrechen. Inzwischen gibt es jedoch unterschiedliche Trimmerköpfe für den Rasentrimmer.

Ein sauberer Garten dank eines Vertikutierers

Der Vertikutierer ist ein Gartengerät, auf dass man auf Dauer nicht verzichten kann, welches jedoch nur selten aus dem Geräteschuppen gezogen wird. Denn der Rasen Vertikutierer hat mehrere Funktionen. Zum einen sorgt der Rasen Vertikutierer dafür, dass der Rasen belüftet wird. Denn abgestorbene Grashalme werden aus dem Rasen entfernt. Zum anderen kann mit dem Rasen Vertikutierer Unkraut aus dem Rasen entfernt werden. Speziell Moose und Klee werden mit dem Rasen Vertikutierer mühelos aus dem Rasen gezogen. Für diese Arbeit kann auf den Elektro-Vertikutierer nicht verzichtet werden. Wer einen keinen Elektro-Vertikutierer dazu benutzt Unkraut zu entfernen, der muss große Mühe aufbringen um zum gleichen Ergebnis zu gelangen wie beim Elektro-Vertikutierer. Gewöhnlich wird ein bis zweimal im Jahr Vertikuliert. Vorrangig sollte man im Frühjahr den Rasen Vertikutierer aus dem Geräteschuppen ziehen. Bei großem Unkrautbefall kann der Vorgang im Herbst wiederholt werden. Vertikulieren Sie die befallenen Rasenflächen bei Unkraut und belüften Sie jedoch auch die intakten Rasenflächen. Dazu einfach mehrmals die durch Unkraut befallenen Flächen mit dem Rasen Vertikutierer säubern und anschließend gleichmäßig den ganzen Rasen bahnenweise mit dem Rasen Vertikutierer bearbeiten. Sollten kahle Stellen zurückbleiben, dann sähen Sie an diesen Stellen den Rasen erneut aus. Auch ein Düngen des Rasens empiehlt sich an solchen Stellen. Nach wenigen Wochen sind diese kahlen Stellen im Rasen meistens wieder begrünt.

Quelle Fotos: Pixabay.com

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